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Im Jahr 2005 entdeckte Kathy Lamping eine Anzeige im Internet über die landesweite Suche nach einem Collie, der in einer geplanten Neuverfilmung des Lassie-Films die tierische Hauptrolle spielen sollte. Gesucht wurde ein typischer Lassie-Vertreter in der Farbe sable mit breitem geschlossenen weißen Kragen, einer Blesse, weißer Brust und weißen Beinen. Außerdem musste es ein Rüde sein. Ein Rüde? Ist Lassie nicht eine Hündin? Nein, Lassie wurde seit jeher von einem Rüden gespielt, beginnend mit dem “Ur-Lassie“ namens PAL, der damals mit Elizabeth Taylor die Kinos eroberte.  Rüden sind größer, haben volleres Fell und unterliegen nicht dem starken saisonalen Fellwechsel, wie es Hündinnen häufig tun. Kathy ist eine langjährige Züchterin von Langhaar Collies. Im Jahr 2003 hatte sie aus einem ihrer Würfe einen Rüden an einen kleinen Züchter im Norden von Minnesota verkauft: Denise Schroeder von Northern Classic Collies. Kathy ermunterte Denise, der Filmproduktionsfirma ein Bild von dem Rüden „Mason’s Regal Shadow“ zu schicken und einfach mal abzuwarten, was passiert. Dies ist das Bild, das Denise eingesandt hat:

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Das Foto war kaum eingetroffen, da klingelte schon das Telefon und zwei Tage später waren Trainer der Produktionsfirma von Los Angeles angereist um Mason zu begutachten- immerhin eine Flugstrecke von 2500 Kilometern! Sie waren von seinem Äußeren und vor allem von seinem Wesen und seiner Auffassungsgabe begeistert und wollten Mason für den Film erwerben. Aber das spielte Denise nicht mit. Mason war und ist ein Familienhund, der zusammen mit ihr und ihrer Familie im Haus wohnte und definitiv nicht zu verkaufen war. Nun wollte aber die Produktionsfirma die kompletten Rechte an dem neuen Lassie Darsteller erwerben, natürlich auch aus marketingrelevanten Gründen. Der Film kostete Millionen und das Geld musste wieder hereinkommen. Das wird in der Regel nicht nur über die Einnahmen an den Kinokassen, sondern bei einem Lassie Film natürlich auch ganz extrem in Form über dien Verkauf an Merchandising Produkten, also Werbeartikel wie T-Shirts, Poster, Bettwäsche bis hin zu Briefpapier und Kinderportemonnaies, erreicht. Um den Lassie-Star darauf abbilden zu können, brauchten sie die Vermarktungsrechte – in der Regel durch das Besitzrecht – an dem Hund. Das Problem konnte gelöst werden, in dem die Produktionsfirma sich die gesamten Rechte an Mason und auch ihn selber über einen zeitlich begrenzten Leasing-Vertrag sicherte.

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Mason während der Filmaufnahmen in Irland

Mason stand nur für die Filmaufnahmen in Irland, Schottland und der Isle of Man, sowie das entsprechende vorbereitende Training zur Verfügung. Danach kehrte er wieder zu Denise zurück. Die Promotionstermine, die Kinopremieren, Fernsehauftritte, etc. würden mehrere Doubles übernehmen. Denise musste sich zur Verschwiegenheit verpflichten und durfte sich öffentlich nicht dazu äußern, dass Mason in dem Film die Hauptrolle spielte. Warum? Es gab bereits im Vorfeld unter den eingeschworenen Lassie-Fanclubs Proteste, dass in dem neuen Film kein direkter Nachkomme des ursprünglichen Darsteller PAL die Hauptrolle spielte (wie sonst in ALLEN Lassie-Filmen bisher), sondern ein „no-name Collie“ aus den Wäldern von Minnesota. Deshalb wollten die Produzenten die Herkunft des neuen Lassie-Darstellers nicht an die große Glocke hängen. Aber wie das immer os ist im Leben: Es kam natürlich doch heraus. Mason's Züchterin Kathy hatte ja keine Verschwiegenheitsverpflichtung unterschrieben und hielt mit ihrem Stolz über Mason's Filmrolle auch nicht "hinter'm Berg". Es erschienen mehrere Zeitschriftenartikel über Mason u.a. im Time Magazine, People Magazine und Dog Fancy.

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Mason, Mathilde und Double Carter

 

Zurück zum Film. Mason begann seine dreimonatige Ausbildung für die Rolle mit seiner Trainerin Mathilde Delagney in Los Angeles. Danach begannen die viermonatigen Dreharbeiten in Irland und Schottland, wo er von seiner Trainerin begleitet wurde. Mason ist in 85% des Films zu sehen. Für die Stuntaufnahmen wie den Sprung über den Zwingerzaun und die Schwimmszenen wurde ein Double namens Dakota eingesetzt. Um den rebellierenden Lassie-Fanclubs entgegen zu kommen, wurde für eine kurze Szene ein direkter PAL-Nachkomme eingesetzt, „Hey Hey“, leicht zu erkennen an dem enormen Ramskopf (sorry, das musste mal gesagt werden J). Er spielte den künftigen Vater von Lassie’s Filmwelpen zum Ende des Films. (kleine Anmerkung zu den "Colliewelpen": die waren in Wahrheit SHELTIES :-) )

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Nicht zu vergessen ist auch „Carter“, hier abgebildet mit Mason. Carter wurde für das DVD-Cover abgelichtet, zu erkennen an der dunkleren Farbe und dem einen Stehohr. Carter und vor allem Hey Hey wurden auch vermehrt für die Kinopremieren und Fernsehauftritte eingesetzt, Hey Hey natürlich wegen seines Vorfahrens "PAL" irgendwo irgendwann einmal in 9. Generation (!!). Aber gespielt hat ihn hauptsächlich Einer: Mason!
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Mason hat sich super mit seinem Filmpartner Johnathan Mason verstanden, der interessanterweise den gleichen (Nach-)namen trägt, wie er J

 

Mason ist inzwischen fast 7 Jahre alt, aber immer noch topfit, wie ich mich selber überzeugen konnte: anbei ein Bild (v. r. n. l.) von Mason mit seiner Züchterin Kathy Lamping, Miley mit Mason’s Besitzerin Denise Schroeder, ganz links dann Irish mit mir im März 2010:

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Es war wirklich ein nicht alltägliches Erlebnis und vor allem ein großes Vergnügen, Mason persönlich kennen zu lernen. Er ist superfreundlich, ein großer (leider auch feuchter) Küsser und in seinem ganzen Auftreten sehr souverän. Ich werde diese Begegnung mit Sicherheit nicht vergessen.

 

Wer den Film noch nicht gesehen hat, der sollte ihn sich unbedingt auf DVD kaufen! Hier einer  der Trailer zu dem Film:


http://www.youtube.com/watch?v=JsR9qTLUZO4

 

Angucken lohnt sich!!

 
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